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Wie lange müssen Arztpraxen Patientenunterlagen aufbewahren? Entdecken Sie die gesetzlichen Regelungen!

Hallo liebe Leserinnen und Leser!
Heute möchte ich euch einen interessanten Einblick in das Thema „Wie lange muss ein Arzt Patientenunterlagen aufbewahren?“ geben. Viele von uns wissen gar nicht, wie lange Ärzte Patientenunterlagen aufbewahren müssen und was passiert, wenn sie das nicht tun. Deshalb möchte ich euch heute ein paar Informationen dazu geben.

Normalerweise müssen Arztpraxen die Unterlagen ihrer Patienten für 10 Jahre aufbewahren. Das ist aber je nach Bundesland unterschiedlich und kann sich auch noch ändern. Wenn du also sichergehen willst, dass deine Unterlagen länger aufbewahrt werden, solltest du am besten direkt bei der Praxis nachfragen.

Aufbewahrungspflicht für ärztliche Aufzeichnungen: § 10 BO, § 630f BGB, § 57 SGB V

2 SGB V).

Du musst die ärztlichen Aufzeichnungen, die du bei einer Behandlung angefertigt hast, mindestens zehn Jahre aufbewahren. Dies ist eine Pflicht, die sich aus gesetzlichen Vorgaben ergibt. In § 10 Abs 3 BO, § 630f Abs 3 BGB oder § 57 Abs. 2 SGB V findest du nähere Informationen. Es kann allerdings sein, dass für bestimmte Fälle eine längere Aufbewahrungspflicht vorgeschrieben ist. Deshalb solltest du dir auf jeden Fall genau überlegen, wie lange du die Aufzeichnungen aufheben musst, um auf der sicheren Seite zu sein.

Unternehmer müssen Unterlagen 20 Jahre aufbewahren – MwStG

Gemäß Artikel 70 Ziffer 3 des Mehrwertsteuergesetzes (MwStG) müssen Unternehmer ihre Geschäftsunterlagen für einen Zeitraum von 20 Jahren aufbewahren. Die Pflicht zur Aufbewahrung gilt für sämtliche Unterlagen, die für die Ermittlung der Umsatzsteuer relevant sind. Dazu gehören beispielsweise Rechnungen, Quittungen, Kontoumsätze, Belege und andere Unterlagen. Es ist wichtig, dass die Unterlagen für den vorgeschriebenen Zeitraum griffbereit aufbewahrt werden. Wenn du als Unternehmer also Unterlagen aus dem vergangenen Jahr noch nicht entsorgt hast, solltest du diese unbedingt noch aufbewahren – zumindest solange, bis der vorgeschriebene Zeitraum von 20 Jahren abgelaufen ist.

Patientenakte nach 10 Jahren: Wie geht es weiter?

Du möchtest wissen, was mit deiner Patientenakte passiert, nachdem sie zehn Jahre aufbewahrt wurde? Grundsätzlich liegt die Entscheidung beim Arzt. Entweder wird die Akte ordnungsgemäß entsorgt oder du kannst sie anfordern, wenn sie keine Daten Dritter enthält. Wenn du deine Akte gerne in Händen halten möchtest, solltest du eine entsprechende Anfrage an deinen Arzt richten. Aufgrund des Datenschutzes muss er die Anfrage erfüllen und dir die Akte zusenden.

10 Jahre Aufbewahrungsfrist für Röntgenuntersuchungen

Du möchtest auf Nummer sicher gehen und wissen, wie lange du Strahlen- oder Röntgenuntersuchungen aufbewahren musst? In der Regel gilt eine Frist von 10 Jahren, die ab dem 18. Lebensjahr anfängt. Um deinen Nachweis darüber zu erhalten, solltest du die Röntgenbilder, Notizen aus Patientenbefragungen sowie die untersuchte Körperregion und den Zeitpunkt der Aufnahme auf einem geeigneten Datenträger speichern. Dadurch hast du immer einen Nachweis über die Untersuchungen, welche du durchführen lassen hast. Sollte es dennoch einmal zu einer Streitigkeit kommen, kannst du die gespeicherten Daten als Nachweis anführen.

Arzt muss Patientenunterlagen dauerhaft aufbewahren

Auskünfte aus deiner Akte:4-5 Jahre oder länger?

Es kann dir passieren, dass in deiner Akte etwas steht, was du gar nicht mehr weißt oder vielleicht auch nie gewusst hast. Die Kassenärztliche Vereinigung speichert alles, aber nur über einen bestimmten Zeitraum. Meistens erhältst du Auskünfte über die letzten 4-5 Jahre. Es kann aber auch vorkommen, dass du Auskünfte über einen längeren Zeitraum erhalten kannst. In diesem Fall solltest du deine Krankenkasse kontaktieren und nachfragen, ob sie weitere Informationen über deine Akte hat.

Aufbewahren von Unterlagen: 3 Jahre oder 30 Jahre?

Du musst als Arbeitgeber bestimmte Unterlagen über deine Mitarbeitenden und deren Arbeitsverhältnis aufbewahren. Beispielsweise Arbeitszeugnisse, Gehaltsabrechnungen oder Zeugnisse. Die gesetzliche Aufbewahrungsfrist für solche Unterlagen beträgt drei Jahre nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Unterlagen, die mit gerichtlichen Verfahren zusammenhängen, wie z.B. Mahnbescheide, Prozessakten oder Urteile, müssen 30 Jahre lang aufbewahrt werden. Daher ist es wichtig, dass du alle relevanten Dokumente ordnungsgemäß archivierst und aufbewahrst. So bist du auf der sicheren Seite und hast jederzeit den Überblick über deine Unterlagen.

Neuer Hausarzt? § 73 Abs 1 b Satz 5 SGB V sorgt für bestmögliche Behandlung

Du bist Patient und hast einen neuen Hausarzt? Dann musst du dir keine Sorgen machen, denn dein bisheriger Arzt ist gesetzlich dazu verpflichtet, dem neuen Hausarzt die Originalkrankenunterlagen zu übermitteln. So kann dein neuer Arzt dir die bestmögliche Behandlung bieten und die bisherige Krankheitsgeschichte sowie die Behandlungsverläufe nachvollziehen. Dafür sorgt § 73 Abs 1 b Satz 5 SGB V. Diese Unterlagen dienen nicht nur der Dokumentation, sondern sie ermöglichen es deinem Arzt auch, dich weiterhin bestmöglich zu behandeln.

Verantwortung des Arztes für Krankenhausunterlagen

Du hast als Arzt die Verantwortung, dass Krankenhausunterlagen ordnungsgemäß erstellt werden. Das Eigentum an den Unterlagen liegt beim Krankenhausträger und dieser hat grundsätzlich das Recht, über die Dokumentation zu verfügen. Als Miturheber hast Du aber dennoch ein Nutzungsrecht an den Unterlagen, d.h. Du darfst diese weiterverwenden. Es liegt auch an Dir, dass jede Unterlage sorgfältig und vollständig erstellt wird, damit die Behandlung des Patienten auf einem hohen medizinischen Niveau stattfinden kann.

Recht auf Einsicht in das Patientendossier – Termin vereinbaren!

Du hast das Recht, dein Patientendossier einzusehen. Dazu kannst du einen Termin bei deinem Arzt vereinbaren. Er wird dir dann die Unterlagen aushändigen und sie dir erklären. Es ist kostenlos und du kannst die Dokumente auch an eine andere Gesundheitsfachperson weitergeben, wenn du das möchtest. Auf diese Weise hast du die Kontrolle über deine medizinischen Informationen und kannst sicherstellen, dass sie richtig weitergegeben werden.

Deine Patientenakte: Recht auf Privatsphäre, Einverständnis möglich

Du hast das Recht, dass nur Du und Dein behandelnder Arzt Zugang zu Deiner Patientenakte haben. Selbst andere Ärzte dürfen ohne Deine Einwilligung nicht in Deine Akte schauen. Wenn Dein Arzt aber mit einem anderen Arzt über Deine Behandlung sprechen will, ist das möglich. Allerdings muss er Dein Einverständnis dazu einholen. Du musst also nicht jedes Mal extra zustimmen und kannst dem Arzt eine Genehmigung geben, damit er mit anderen Ärzten über Deine Behandlung sprechen kann.

 Arzt muss Patientenunterlagen x-Jahre aufbewahren

Wechsel deinen Arzt: Kopie deiner Akte & Medikamentenliste anbieten

Du solltest bei einem Arztwechsel auf jeden Fall darauf achten, dass dein neuer Arzt alle notwendigen Informationen über dich bekommt. Damit das klappt, solltest du deinem alten Arzt eine Kopie deiner vollständigen Patientenakte mitgeben. Laut der UPD-Beraterin Lehmann ist der Arzt dazu gesetzlich verpflichtet. Zusätzlich kannst du auch noch einige private Dokumente wie beispielsweise eine Liste mit deinen bisherigen Medikamenten mitgeben, damit der neue Arzt einen umfassenden Eindruck von deinem Gesundheitszustand bekommt.

Recht auf Einsicht in die eigene Akte: Kontakt aufnehmen & Beschwerde einlegen

Du hast ein Recht darauf, Einsicht in deine Akte zu nehmen und eine Kopie zu erhalten. Sollte der Arzt oder die Ärztin dir dies ohne triftigen Grund verweigern, dann nimm zunächst Kontakt zu ihm oder ihr auf und verweise auf deine Rechte. Erkläre, dass du ein Recht darauf hast, deine Akte einzusehen und ggf. Kopien anzufertigen. Teile dem Arzt oder der Ärztin auch mit, dass du bei Weigerung eine Beschwerde beim zuständigen Datenschutzbeauftragten einlegen wirst.

Dresdner Urteil: Ärzte müssen Behandlungsdokumentation unentgeltlich bereitstellen

Das Landgericht Dresden hat in seinem Urteil (Az 6 O 76/20) klargestellt, dass Ärzte ihren Patienten die erste Kopie der Behandlungsdokumentation unentgeltlich zur Verfügung stellen müssen. Dass die Dokumentation auch weiteren Personen, wie etwa dem Krankenversicherer, zugänglich gemacht werden muss, ist laut dem Urteil ebenfalls unstrittig. Allerdings können Ärzte bei der Weitergabe der Daten auf eine angemessene Vergütung bestehen. Darüber hinaus können Ärzte Patienten auch auf ein Recht auf Einsichtnahme in die Behandlungsdokumentation hinweisen. Dadurch haben Patienten die Möglichkeit, sich selbst ein Bild von den medizinischen Befunden zu machen.

Rechte auf Patientenakten: Wie man die Akten bei Arztwechsel überträgt

Du hast einen Arzt gewechselt und möchtest nun gerne deine Patientenakten? Dann solltest du wissen, dass du gemäß Paragraf 810 des Bürgerlichen Gesetzbuches ein Recht darauf hast. Wenn dein alter Arzt seine Praxis aufgibt, muss er sich mit dem Verbleib deiner Patientenakten beschäftigen. Wenn du die Akten gerne in deine neue Praxis übertragen möchtest, kannst du deinem alten Arzt eine schriftliche Einverständniserklärung übermitteln und die Unterlagen anfordern. Es ist auch möglich, dass dein alter Arzt die Unterlagen direkt an deinen neuen Arzt schickt. Falls du Fragen hast oder Unterstützung brauchst bei dem Prozess, kannst du dich gerne an deine Krankenkasse oder ein medizinisches Beratungszentrum wenden.

DSGVO: Profitiere vom „Recht auf Vergessenwerden

Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) hat auch für Patienten einiges zu bieten. Eines der wichtigsten Rechte ist das sogenannte „Recht auf Vergessenwerden“. Dadurch sind Ärzte und Kliniken dazu verpflichtet, personenbezogene Daten unverzüglich zu löschen, sofern diese für die Zwecke, für die sie erhoben wurden, nicht mehr notwendig sind. Trotzdem darf die Patientendokumentation nicht sofort nach Behandlungsende vernichtet werden. Nach dem Gesetz müssen die Daten mindestens 10 Jahre lang aufbewahrt werden. Dies ist insbesondere wichtig, um etwaige Schadensersatzansprüche der Patienten abzudecken. Dieses Recht ist für Dich wichtig, denn es gibt Dir die Gewissheit, dass Deine personenbezogenen Daten nicht ewig gespeichert werden.

Patientenakte: Kontrolle über Zugriff auf Daten

Du hast die Wahl: Welchem Arzt du Einblick in deine elektronische Patientenakte gibst. Dies betont nun ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums. Mit deiner Einwilligung kann der Arzt dann alle deine Daten einsehen. Um eine solche Einwilligung zu erteilen, musst du ein Formular ausfüllen. Hier musst du angeben, welche Ärzte Zugriff auf deine Daten haben sollen. Du hast die Möglichkeit, jederzeit eine Änderung der Einwilligung und somit des Zugangs vorzunehmen. So hast du die Kontrolle darüber, welcher Arzt Zugriff auf deine Daten hat.

Arztpflicht: 10 Jahre Aufbewahrung von Patientenakten

Weißt du, dass die ärztliche Pflicht besteht, Patientenakten mindestens zehn Jahre aufzubewahren, wenn die Behandlung eines Patienten abgeschlossen ist? Diese Frist beginnt mit dem letzten Termin, an dem der Arzt den Patienten gesehen hat. Selbst wenn du deine Praxis schließt oder an einen Nachfolger übergibst, musst du die Akte noch mindestens zehn Jahre aufbewahren. Es ist also wichtig, dass du als Arzt stets die gesetzlichen Vorschriften beachtest und deine Patientenakten ordnungsgemäß verwaltest. Du musst sicherstellen, dass alle Informationen auf dem neuesten Stand gehalten werden und du sie immer zur Hand hast. Auch bei einem Arztwechsel bleiben die Patientenakten erhalten.

Kontrolle über Deine medizinischen Daten mit ePA

Du hast jetzt die Möglichkeit, die Kontrolle über Deine medizinischen Daten in die eigene Hand zu nehmen. Seit dem 1. Januar 2021 können alle gesetzlich Versicherten eine elektronische Patientenakte (ePA) ihrer Krankenkasse bekommen. Mit der ePA hast Du Zugriff auf alle medizinischen Informationen wie Befunde, Untersuchungsergebnisse und Behandlungsberichte, die Du über die Grenzen von Praxen und Krankenhäusern hinweg speichern kannst. Dadurch hast Du die Möglichkeit, Dein medizinisches Profil selbst zu verwalten und einfacher zwischen Ärzten und Krankenhäusern zu wechseln. Außerdem kannst Du Deine Daten jederzeit überprüfen und aktualisieren. Also nutze die ePA, um die Kontrolle über Deine medizinischen Daten zu übernehmen!

Aufbewahrungspflicht nach GBA: 15 Jahre sichern Qualität der Gesundheitsversorgung

Nach der Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) ist eine Aufbewahrungspflicht von 15 Jahren vorgeschrieben. Diese Regelung gilt für alle Akten, die unter den GBA fallen, egal ob es sich um Dokumente, Unterlagen oder Aufzeichnungen handelt. Diese Richtlinie wurde eingeführt, um sicherzustellen, dass alle Patientenakten ordnungsgemäß archiviert werden und somit jederzeit leicht abrufbar sind. So können bei Bedarf auch lange zurückliegende Informationen schnell recherchiert werden. So stellt die Einhaltung dieser Richtlinie sicher, dass die Gesundheitsversorgung der Patienten jederzeit auf dem neuesten Stand ist.

Aufbewahrung & Backup ärztlicher Aufzeichnungen: § 10 Berufsrecht

Nachdem du deine Praxis aufgegeben hast, ist es wichtig, dass du deine ärztlichen Aufzeichnungen und Untersuchungsbefunde aufbewahrst oder in geeignete Obhut gibst. Dies ist eine der Pflichten aus § 10 Abs 4 S 1 des Berufsrechts für Ärzte. Damit bist du deinen Patienten auch weiterhin gegenüber verpflichtet, denn sie haben ein Recht darauf, dass ihre medizinischen Aufzeichnungen sicher sind und ihnen jederzeit zur Verfügung stehen. Ebenso können diese Daten auch für die Forschung und Weiterbildung genutzt werden. Daher ist es auch für dich als Arzt wichtig, dass du diese Daten nicht nur ordnungsgemäß aufbewahrst, sondern auch ein entsprechendes Backup anlegst, damit du immer Zugriff auf die Daten hast, wenn du sie benötigst.

Zusammenfassung

In Deutschland müssen Arztpraxen Patientenunterlagen mindestens 10 Jahre nach Beendigung der Behandlung aufbewahren. Nach dieser Frist können die Unterlagen vernichtet werden, es sei denn, es besteht eine gesetzliche Verpflichtung zur längerfristigen Aufbewahrung. Wenn du noch weitere Fragen zu diesem Thema hast, kannst du mich gerne kontaktieren.

Nachdem wir uns dieses Thema angesehen haben, können wir zu dem Schluss kommen, dass Arztpraxen normalerweise mindestens 10 Jahre lang Patientenunterlagen aufbewahren müssen. Dies ist wichtig, um eine vollständige medizinische Aufzeichnung aufrechtzuerhalten und eine gute Behandlung des Patienten zu gewährleisten. Daher solltest du sicherstellen, dass dein Arzt die gesetzlichen Anforderungen an die Aufbewahrungsfristen einhält.

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